Daten und Fakten

 

Rund 10% des weltweiten Bruttosozialproduktes geht in die Bauindustrie für die Konstruktion, den Ausbau und die Innenausstattung von Häusern, Büros und Fabriken.

Betrachtet man hingegen den Rohstoffverbrauch, so ergeben sich andere Zahlen: Umgerechnet 40% des gesamten eingeschlagenen Holzes, der mineralischen Stoffe und des Wassers werden verwendet, um damit Baustoffe herzustellen und zu transportieren.


Noch größer wird die Zahl, betrachtet  man den Energieverbrauch, der notwendig ist, um diese Baustoffe herzustellen und zu transportieren: 45% der weltweit konsumierten Energie wird von der Baustoffindustrie für die Herstellung (und den Transport) von Baustoffen und Gebäuden verbraucht.

Und: zur Herstellung von 1t Zement (Beton) werden 6000 MegaJoule an Energie  aufgewendet. Zum Vergleich: nur 115 MegaJoule an grauer Energie bedarf es zur Herstellung von 1t Stroh!


Die Getreideanbauflächen in der Welt betragen etwa 663,5 Mio. Hektar. Der Anbau von Roggen umfasst davon 1,4 %. Bei einem mittleren Strohertrag von 3 t/ha errechnen sich etwa 27,8 Mio. Tonnen Roggenstroh als Gesamterntemenge. Zurzeit werden davon schätzungsweise 15 % für die Tierproduktion (Einstreu) und > 5 % für die industrielle Verwertung einschließlich der Verbrennung genutzt. Die Hauptmasse des Roggenstrohs wird bisher gehäckselt und als Bodenverbesserungsmittel eingepflügt.


Die bauwirtschaftliche Vermarktung von Strohballen ermöglicht ein Zusatzeinkommen für Landwirte, landwirtschaftliche Kommunen und Gemeinschaften. Der lokale Verkauf von Bauprodukten aus Stroh bringt zudem gesellschaftliche Vorteile durch die Umverteilung von Geldern an die landwirtschaftliche Bevölkerung bzw. an regionale Baustoffhändler und lokale Initiativen.