Unsere Technologie

 

Stroh ist nicht gleich Stroh. So stand am Anfang die Analyse, welches Rohstroh am besten geeignet ist. Die vergleichende Beurteilung der unterschiedlichen Stroharten bezüglich der untersuchten Gebrauchswerteigenschaften als Baustoff favorisieren eindeutig Roggen- und Weizenstroh als sehr gut geeignete Stroharten. Mit Einschränkung ist auch Wintergerstenstroh anwendbar.

Roggenstroh erweist sich in allen Anforderungskriterien am ausgewogensten.

Dem Roggenstroh wird durch ein patentiertes Verfahren eine spezielle Emulsion aus Lehm und Kalk zugesetzt, die vor Schimmelbildung schützt und erreicht so auch die Baustoffklasse B2 („normal entflammbar“). Zusammengebunden wird es durch 2 Polypropylen – Bindegarnschnüre und kann als „ökologischer Bau- und Dämmstoff“ eingesetzt werden.


Strohhaus Innenansicht Dachgeschoss

Die entstehende Strohballenwand wird dann sorgfältig mit Mäusegitter aus metallischem Gewebe (8 x 8 mm oder kleiner) ummantelt. Das schützt nicht nur vor Nagern, sondern dient auch als Putzträger für den Innen- und Außenputz. Als positiver Nebeneffekt entsteht so ein strahlengeschütztes Haus, welches kaum Funkwellen, Radarwellen und elektrische Felder in das Gebäudeinnere dringen lässt. Die Gebäudenutzer sind vor diesem, zum Teil sehr gesundheitsschädigenden, Elektrosmog geschützt.


Es werden Strohballen in den Größen 50x38x75cm und 50x38x50cm (BxHxL) hergestellt, die Dichte wird Idealerweise bei 100–130 kg/m³ gehalten.


Die Statik der Gebäude wird durch die Errichtung einer Stahlständer–Holz–Konstruktion gesichert (zum Patent angemeldet). Die Außenwandausfachung erfolgt nach Bauregelliste C mit Strohballen. Die Ständerbauweise und der Einsatz von speziellen  Brettbindern im Dachraumbereich, machen es möglich, alles mit den gleichen Strohballen zu dämmen und die Last sicher abzutragen.

Der Dachaufbau wird vom Bauherrn bestimmt. Es sind hier vor allem Tonziegel, Betondachsteine, Dachbegrünung, Wellplatten, Reetdächer usw. möglich.


Strohballenhäuser können mit einem großen Selbstbauanteil gebaut werden. Nachdem die Ständerelemente gemäß Positionsplan genau ausgerichtet und in Streifenfundamenten bzw. auf dem Keller gesichert sind, kann die Ausfachung sofort erfolgen.

Unsere Strohballenbauten sind als System geplant, d.h. es werden je nach Nutzungsanforderung uneingeschränkt variable und baubiologisch hochwertige Gebäudesysteme angeboten, die bauphysikalisch dem neuesten Stand der Technik entsprechen.


Durch das sehr gute Wärmedämmverhalten und die sehr gute Wärmespeicherfähigkeit entspricht das Strohballenhaus einem ökologischen „Niedrigstenergiehaus“, so dass neben den günstigen Baustoffkosten auch die geringen Energiekosten zur Raumklimatisierung ein wichtiges Argument für den Einsatz darstellen.

Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) beträgt 0,14 W/(m²K), die Rohbauwand ist mit ca. 100,- €/m² anzusetzen. Hinzu kommen Einsparungen durch einfachere und schnellere Verarbeitung und die Möglichkeit, Eigenleistungen einzubringen.