Vorteile
ökonomisch und ökologisch:
- atmungsaktive Hülle, geringes Allergiepotential => Verbesserung des Raumklimas
- einheimischer Rohstoff, in ganz Europa weit verbreitet => überall hohe regionale Verfügbarkeit
- nachwachsender Rohstoff
- Nebenprodukt der Getreideerzeugung => kostengünstig => als Baumaterial preisgünstig
- leicht zu be- und verarbeiten, universell anwendbar
- vollständig abbaubar => Rückführung des Baustoffes Stroh in die Natur ist unproblematisch möglich
- Naturbaustoff für Niedrigenergiebauten mit Schutz gegen Schadnager, Mikroorganismen und Insekten
- Stroh = Zellulose und damit unverdaubar (keine Nahrung für Tiere)
- keine zusätzlichen neuen Technologien für die Ernte und die Aufbereitung erforderlich
- umweltschonend: Der Energiebedarf, der bei der Herstellung der Strohballen erforderlich ist, beträgt nur ein Zehntel des Energieaufwandes für vergleichbare Baustoffe.
- warm im Winter, kühl im Sommer: Strohballenwände haben eine sehr gute Wärmedämmung. Aufgrund der geringen Wärmeleitfähigkeit entsprechen sie den hohen Anforderungen, die auch an Niedrigenergie- und Passivhäuser gestellt werden.
technisch:
- hervorragende bauphysikalische Werte:
- niedrige mittlere Wärmeleitfähigkeit Lambdawert = 0,068 W/(m*K)
=> entspricht den hohen Anforderungen an Niedrigenergie- und Passivhäuser
- hohe Schalldämmung (Nachweis nach DIN 4109 ohne Fensteranteil: 41dB)
- Baustoffklasse B2 (normal entflammbar)
- Prüfzeugnis über das Brandverhalten liegt vor
- Feuchtegehalt: 8 - 14 % relative Feuchte
- hohe Belastbarkeit bei Dichten von 100 - 130 kg/m³
- keine Wärmebrücken
- Schutz gegen Elektrosmog (Metall-Gitter gegen Schadnager = Faraday-Käfig)
Nachteile
- Wanddicke ca. 50cm => mehr Platz erforderlich bzw. kleinere Wohnfläche
- Befestigung von schweren Schränken => Bei der lehmverputzten Strohballen-Ständerbauweise können gezielt Holzständer in der Wand angeordnet werden. Bei plattenbekleideter Strohballenbauweise bestehen keine größeren Einschränkungen als im allgemein üblichen Holzrahmenbau.